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Allgemein
Auch schon mal irgendwo gestanden und keinen Hering in den Boden bekommen? Tja, da täte ein selbststehendes Zelt sicher gut, nur sind die entweder sackschwer, sehr teuer oder von fragwürdiger Qualität. Das "Olanka" der Firma Rejka ist zum Glück nichts davon, sondern eine unverschämt gute Kopie eines etablierten Modells des Nobel-Herstellers Hilleberg. Jeder der sich im Zeltmarkt mal ein bisschen umgeschaut hat, erkennt diese Kreuzkuppelform sofort wieder. Erfreulicherweise muss man für das Olanka nicht 700-800 € anlegen, sondern je nach Bezugsquelle deutlich weniger als die Hälfte. Das kommt sicher auch von der Produktion in Vietnam, hier verfährt Rejka also genau so wie bspw. Tatonka oder Wechsel. Das Liefergewicht von 3725 g umfasst das eigentliche Zelt (2650 g), die 3 Gestängebögen (785 g aus 9,5 mm T9 Aluminium), und 16 Heringe (290 g). Die Anzahl der Heringe ist übrigens reiner Overkill, bietet das Zelt doch "nur" maximal 12 Abspannpunkte. Der Aufbau gelingt mit einem Kniff (siehe Fotos) auch alleine sehr einfach. Von Vorteil sind dabei die sehr kurzen und durchgehenden Stangenkanäle und die weit verstellbaren Spannfüße. Die endgültige Spannung erhält das Zelt dann durch 10 Clipse, die nur eingehängt werden müssen. Das AZ ist außen mit Silikon und innen mit Polyurethan beschichtet, eine Kombination die z.B. auch bei Expeds "Extrem"-Zelten genutzt wird. Vorteile sollen sich dadurch in Haltbarkeit, Nässedehnung und Stabilität ergeben. Ohne Langzeit-Test bleibt das zwar Spekulation, sofortigen Vorteil versprechen aber die dank dieses Material-Mix bereits angebrachten Nahtbänder. Anders als bei rein Silikon-beschichteten Außenzelten bleibt einem hier also das lästige Abdichten erspart. Dachte ich zu mindestens, doch leider zeigten sich nach 2 h Regen mehrere Tropfen an den AZ-Reißverschlüssen, deren Nähte - worauf Rejka fairerweise auch hinweist - lediglich imprägniert, nicht aber getapted sind. So hatte ich neulich während des Nahtdichtens in der Wohnung wenigstens eine gute Gelegenheit ein paar Fotos zu schießen. Das verwendete Moskitonetz ist mit rd. 0,9 mm Maschenweite für meinen Geschmack etwas grob. Auf Nachfrage erbot sich Rejka, die nicht abdeckbaren Lüftungen im Zelthimmel kostenlos mit feinerem Netz zu übernähen. Für einen fairen Preis von 20 Euro würde die Zeltschmiede mit beiden Türen ebenso verfahren.
Was mir gefällt
Was mir nicht so sehr gefällt
Aktualisierung: 2009/08/07
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